Fotoworkshopleiter Guido Klumpe

Workshopleiter

Guido Klumpe

Portfolio

Architektur, Minimalismus, Streetfotografie

Guido Klumpe

Seit seiner Geburt ist Guido Klumpe auf der linken Seite blind. Auf der rechten Seite hat er ein Sehvermögen von 25 Prozent. Seine Wahrnehmung ist zweidimensional und erfasst nur wenig Details. „Für mich ist die Welt wie ein Internetvideo mit geringer Datenrate. Sehe ich ein Gesicht, erkenne ich manche Einzelheiten. Gesichter in einer Menschenmenge sind nur Flächen“.
Guido Klumpe war 16 Jahre alt, als er seine Passion für die Fotografie entwickelte. Auf einer Reise durch Südostasien entdeckte er die Magie der Street Fotografie. Nach dem Abitur wollte er Kunst und Fotografie studieren. Doch er hatte bei seinen Plänen die deutsche Bürokratie unterschätzt. Aufgrund seiner Sehbehinderung wurde er aus formalen Gründen nicht zur Bewerbung zugelassen. Ihm wurde eine Ausbildung zum Masseur oder Telefonisten empfohlen.

1999 bekam er die staatliche Anerkennung als Diplom-Sozialarbeiter und arbeitet seitdem im Bereich der psychosozialen Beratung und Unterstützung.

2017 sah er eine Dokumentation über bekannte New Yorker Street Fotografen. Wenige Tage später kaufte er sich eine Kamera, zog durch die Straßen und machte in den folgenden Jahren Fotoserien, die heute internationale Beachtung finden.
„Mittlerweile weiß ich, dass es in der künstlerischen Fotografie nicht darum geht, wieviel man sieht. Vielmehr geht es darum, wie man sieht und wie man das Gesehene umsetzt. Durch die Fotografie gehe ich an und über die Grenzen meines Sehens“.

Fotoworkshops von Guido Klumpe an der Photo Münsingen 2026