• Aus­stel­lung 2018

    Susanne Jung, Schein­bar real

  • Ort

    Che­mi­nee-Raum Kirch­ge­mein­de­haus

  • Füh­run­gen

    Do, 10. und Sa, 12. Mai, jeweils 14 Uhr

Schein­bar real

Jedes der hier gezeig­ten Werke setzt sich aus meh­re­ren Bild­ele­men­ten zusam­men. Das End­pro­dukt könnte so auch foto­gra­fiert wor­den sein. Das Bild wirkt also schein­bar real.

Die ein­zel­nen Bild­be­stand­teile wer­den indi­vi­du­ell bear­bei­tet. Ich stelle Objekte frei, passe Per­spek­ti­ven an und füge Schat­ten hinzu damit sich ein stim­mi­ges Gesamt­werk ergibt. Eine sol­che Bear­bei­tung zieht sich manch­mal über meh­rere Tage oder sogar Wochen hin. So ent­ste­hen Werke, die ganze Geschich­ten erzäh­len, wenn man sich dar­auf ein­lässt.

Jedes Foto trägt meine per­sön­li­che Hand­schrift, was unter ande­rem durch die spe­zi­elle Farb­ge­bung her­vor­ge­ru­fen wird. Ich lasse mich von Fil­men, Erleb­nis­sen, Gedan­ken oder mei­nen Träu­men inspi­rie­ren und ver­su­che diese foto­gra­fisch umzu­set­zen. Die heute zur Ver­fü­gung ste­hen­den digi­ta­len Mög­lich­kei­ten las­sen diese Krea­ti­vi­tät erst zu.

Susanne Jung

1960 in St. Wen­del / Deutsch­land gebo­ren.

Mitte der 90er Jahre habe ich begon­nen, mich inten­si­ver mit der Foto­gra­fie zu beschäf­ti­gen. Fortan ver­brachte ich unzäh­lige Stun­den in der Dun­kel­kam­mer. Mit der digi­ta­len Bild­be­ar­bei­tung konnte ich mich zunächst über­haupt nicht anfreun­den. So kam es, dass ich einige Jahre pau­siert habe. Aber ein­mal mit dem Foto­gra­fie Virus infi­ziert, wird man ihn nie mehr so ganz los. Mich hat es 2011 wie­der erwischt.

Schnell erkannte ich die Vor­züge der digi­ta­len Bear­bei­tung. Plötz­lich sah ich mich in der Lage, Fotos exakt nach mei­nen Vor­stel­lun­gen zu kre­ieren. Mit mei­nen Com­po­si­t­ings war es mir nun mög­lich, meine Gedan­ken zu visua­li­sie­ren.

Auch das Finis­hing der so erstell­ten Bil­der ist für mich von gros­ser Bedeu­tung. Meine Fotos sind eher rau und uneben. Ich arbeite bevor­zugt mit gedeck­ten und dunk­le­ren Far­ben, wodurch die Bil­der viel­leicht etwas schwe­rer wir­ken. Man könnte auch sagen „Ich foto­gra­fiere in moll“. Ich bin der Mei­nung, ein Foto sollte emo­tio­nal anspre­chen, die Seele berüh­ren.

Eine ent­schei­dende Rolle spielt für mich auch das Papier. Ich dru­cke aus­schliess­lich auf fine­art Medien. Die Hap­tik und die Beschaf­fen­heit die­ser Papiere begeis­tern mich immer wie­der aufs Neue.

2016 wurde mir für meine Kol­lek­tion Steam­punk der Titel MFIAP (Maitre FIAP) ver­lie­hen. Dies ist die höchste Aus­zeich­nung, die der Welt­ver­band der Foto­gra­fie FIAP (Fédé­ra­tion Inter­na­tio­nale de l'Art Pho­to­gra­phi­que) zu ver­ge­ben hat.

www.jft-creative.de

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