• Vor­trag 2018

    Phil­ipp Dubs, Lang­zeit­be­lich­tun­gen am Tag

  • Ort

    Kirch­ge­mein­de­haus Raum U1

  • Zeit

    Don­ners­tag, 10. Mai 2018, 16.30–17.30 Uhr

Lang­zeit­be­lich­tun­gen am Tag

Wie ent­ste­hen Bil­der, bei de­nen die Was­ser­ober­flä­che kom­plett glatt ist oder die Wol­ken kei­ne kla­ren Struk­tu­ren auf­wei­sen, son­dern sehr weich aus­se­hen? Und dies erst noch am Tag fo­to­gra­fiert. Da­bei spricht man von Lang­zeit­be­lich­tun­gen am Tag. In die­sem Se­mi­nar er­fah­ren Sie, wie sol­che Auf­nah­men rea­li­siert wer­den und wor­auf Sie ach­ten müs­sen, um solch ein­drück­li­che Bil­der zu be­kom­men. Sie er­fah­ren zu­dem, wel­ches Equip­ment Sie be­nö­ti­gen und wel­che Fil­ter­sys­te­me es gibt. Da­mit Sie sol­che Bil­der sel­ber fo­to­gra­fie­ren kön­nen.

Phil­ipp Dubs

Vor und hin­ter der Ka­me­ra – eine Lauf­bahn mit Um­we­gen.

Dass die Fo­to­gra­fie mal zu mei­nem Be­ruf wer­den wür­de, war nicht ab­zu­se­hen. Al­les fing ganz harm­los an: Auf­ge­wach­sen am Zü­rich­see, fühl­te ich mich aus­ser­halb der Schul­mau­ern we­sent­lich frei­er. An­pa­cken war mein Ding, das Stu­die­ren über­liess ich lie­ber an­de­ren. Die Aus­bil­dung zum Elek­tro­mon­teur schien dar­um der rich­ti­ge Weg. Mei­ne Frei­zeit war er­füllt durch die See­pfad­fin­der. In See ste­chen – ge­nau das Rich­ti­ge für mich.

Um mei­ne Er­leb­nis­se fest­zu­hal­ten, kam ein Ta­ge­buch, schreib­faul wie ich war, nicht in Fra­ge. Eine Ka­me­ra leis­te­te mir sehr viel bes­se­re Diens­te und wur­de zu ei­nem treu­en Be­glei­ter. Das Le­ben auf die­se Wei­se zu do­ku­men­tie­ren mach­te Spass. Der Platz hin­ter der Ka­me­ra fing an mir zu ge­fal­len. Bei ei­nem Fo­to­work­shop von Mar­kus Bis­sig (The­ma „Was­ser und Mu­sik“) mach­te es dann klick: Fo­to­gra­fie­ren – das woll­te ich kön­nen. Se­hen, was je­der sieht, aber da­von ein Bild ma­chen, wie es noch kei­ner ge­se­hen hat. Ich war fas­zi­niert. Fas­zi­niert da­von, Bil­der so zu ge­stal­ten, dass sie ihre ei­ge­ne Ge­schich­te er­zäh­len.

Wie mei­ne Ge­schich­te wei­ter­ge­hen soll­te, war klar: Ich woll­te mein Hob­by zum Be­ruf ma­chen. Es hat ge­klappt, aber et­was ge­dau­ert: zwei Jah­re Ka­me­ra­tech­ni­ker in der Re­pa­ra­tur­werk­statt von Mi­nol­ta Schweiz, ein Jahr Sach­be­ar­bei­ter in ei­nem Fo­to­fach­la­bor und haupt­säch­lich sie­ben Jah­re Fo­to­as­sis­tent und Di­gi­tal­ope­ra­tor bei gross­ar­ti­gen Fo­to­gra­fen an zahl­rei­chen Schau­plät­zen auf der gan­zen Welt.

Die­se Art und Wei­se des Ler­nens war ein gros­ses Aben­teu­er und hat dazu ge­führt, dass ich heu­te selbst als Fo­to­graf für Agen­tu­ren, Zeit­schrif­ten und Ma­ga­zi­ne un­ter­wegs sein darf. Es hat aber auch dazu ge­führt, dass ich mei­ne Er­fah­run­gen ger­ne wei­ter­ge­be, weil mir die Art der prak­ti­schen Wis­sens­ver­mitt­lung ge­fällt. Es ist dar­um an der Zeit, auch wie­der vor die Ka­me­ra zu tre­ten. Mit pho­tom­un­do.

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