• Fotoausstellung - Agentur Lunax - im Klimawandel

Fo­to­aus­stel­lung 2022

Agen­tur Lunax

Und jetzt? Lun­ax im Klimawandel

Ort

Schloss Erdgeschoss

Füh­run­gen

We­gen CO­VID-19 gibt es kei­ne Führungen

Das Kol­lek­tiv

LUN­AX ist eine Schwei­zer Fotograf:innen-Agentur mit Fir­men­sitz in Zü­rich. Die 14 frei­schaf­fen­den Fotograf:innen, die das  Kol­lek­tiv bil­den, woh­nen und ar­bei­ten in den Kan­to­nen St. Gal­len, Ba­sel, Bern, Gla­rus, Zug und Zü­rich. Die Agen­tur wur­de 2016 als ge­mein­nüt­zi­ger Ver­ein ge­grün­det und setzt sich für eine un­ab­hän­gi­ge Autor:innenfotografie ein.

Un­se­re Fotograf:innen ar­bei­ten für Me­di­en­häu­sern in der gan­zen Schweiz, für NGOs, Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen, Hoch­schu­len und Bun­des­äm­tern. LUN­AX ist dem Vi­su­al Sto­ry­tel­ling auf ho­hem Ni­veau ver­pflich­tet, die Bildautor:innen set­zen vi­su­el­le Pro­jek­te ein­fühl­sam, krea­tiv und prä­zi­se um.

Das Pro­jekt

Und jetzt?
Lun­ax im Klimawandel

Seit Früh­jahr 2021 ar­bei­ten 12 Mit­glie­der un­se­res Kol­lek­tivs an ei­nem gross an­ge­leg­ten ge­mein­sa­men Pro­jekt zum The­ma Kli­ma­wan­del. 12 un­ter­schied­li­che Po­si­tio­nen wur­den zu 12 ein­drück­li­chen Ar­bei­ten, die in Form ei­ner Zei­tung ge­druckt so­wie in ver­schie­de­nen Aus­stel­lungs­for­ma­ten ge­zeigt wer­den. Je­des Mit­glied der Agen­tur er­stell­te für das Pro­jekt «LUN­AX im Kli­ma­wan­del» ein in­di­vi­du­el­les Kon­zept mit dem ein­zi­gen Kri­te­ri­um, dass dar­in das Über­the­ma des Kli­ma­wan­dels auf­ge­nom­men wird.

Ent­stan­den sind Bil­der, wel­che die ab­ge­nutz­te Dar­stel­lung des trau­ri­gen Eis­bä­ren oder der ver­dorr­ten Erde er­set­zen. Bil­der, die neue Er­kennt­nis­se brin­gen und die fo­to­gra­fi­schen Mit­tel dazu ein­set­zen, auch po­si­ti­ve Mass­nah­men, Hal­tun­gen und Ge­gen­be­we­gun­gen zu do­ku­men­tie­ren: Öko­lo­gi­sches Le­ben, Bio­di­ver­si­tät, nach­hal­ti­ge Mode, Glet­scher­schmel­ze, Na­tur­ver­bun­den­heit, CO2-Aus­stoss, glo­ba­li­sier­ter Kon­sum, Flie­gen, Stadt­bäu­me und Plas­tik sind die The­men, die in den ein­zel­nen Ar­bei­ten um­ge­setzt werden.

Über den Kli­ma­wan­del zu re­den ist nicht nur drin­gend, son­dern soll­te ers­te Prio­ri­tät al­ler Re­gie­run­gen, po­li­ti­schen In­sti­tu­tio­nen und Gross­kon­zer­ne sein. 2019 er­klär­te Gre­ta Thun­berg in Da­vos: «Our house is on fire… I want you to pa­nic.» Wir tei­len – lei­der – die­se Meinung.

Zwei Jah­re spä­ter, im No­vem­ber 2021, schloss die COP26 mit ei­ner er­nüch­tern­den Bi­lanz ab.  Pri­va­te In­itia­ti­ven zur Re­du­zie­rung von CO2-Aus­stoss, vom Plas­tik- und Strom­kon­sum sind zwar ef­fi­zi­ent, aber eine Ent­schleu­ni­gung auf glo­ba­ler Ska­la ist zwingend.

Mit "Und jetzt? – Lun­ax im Kli­ma­wan­del" möch­te die Agen­tur durch die Ver­mitt­lungs­fä­hig­keit der Fo­to­gra­fie zur Be­wusst­seins­bil­dung der Men­schen bei­tra­gen und die­se zu ei­ner Ver­hal­tens­än­de­rung anregen.

12 LUN­AX Fotograf*innen er­zäh­len 12 Ge­schich­ten zum Klimawandel

Agentur Lunax Gruppenbild

Hin­schau­en, Fo­kus­sie­ren, aus­wäh­len, was be­rührt, das ist un­se­re Auf­ga­be als Fotograf*in. Die Kli­ma­er­hit­zung be­setzt so­wohl uns per­sön­lich, die Po­li­tik und die Welt in ei­ner ra­sant wach­sen­den Dring­lich­keit. Je­der von uns in die­sem Au­toren­kol­lek­tiv hat sich in sei­ner per­sön­li­chen Art im Som­mer 2021 ans The­ma ge­wagt: Krea­ti­ve An­sät­ze oder Kon­zep­te, die schon um­ge­setzt wer­den, zei­gen die ei­nen Autor*innen, wäh­rend an­de­re poe­tisch oder grad­li­nig auf Pro­blem­zo­nen zei­gen und sich mit die­sen aus­ein­an­der­set­zen. Jede Kar­te spielt eine Ge­schich­te an, hin­ter der bei LUN­AX ab­ruf­bar für jede die­ser Ge­schich­ten zwi­schen zwölf und fünf­und­zwan­zig Bil­der bereitstehen.

Die Na­tur als Vor­bild   An­net­te Boutellier

Lei­se ver­schwin­den je­des Jahr un­zäh­li­ge Pflan­zen und Tier­ar­ten. Die kon­ven­tio­nel­le Land­wirt­schaft be­schleu­nigt die­se Ent­wick­lung durch ihre in­ten­si­ve Be­wirt­schaf­tung der Bö­den. Es gibt aber auch Landwirt*innen, die ei­nen an­de­ren Weg ge­hen, die Nach­hal­tig­keit, Öko­lo­gie und Er­hal­tung der Ar­ten gross­schrei­ben und die­sem Ster­ben die Stirn bie­ten: Mit Mehr­auf­wand, En­ga­ge­ment und Wis­sen be­trei­ben sie eine viel­fäl­ti­ge, öko­lo­gisch ver­tret­ba­re und so­zi­al ver­träg­li­che Landwirtschaft.

Au­to­bahn   Ben­ja­min Manser

Die Au­to­bahn A1 zieht sich wie eine Le­bens­ader durch die Schweiz von St. Mar­gre­then bis Genf. Sie ver­bin­det, steht für Schnel­lig­keit, Fort­schritt und für Fe­ri­en. Die Au­to­bahn ist aber auch ein mar­kan­tes Zei­chen für die heu­ti­gen Pro­ble­me: Um­welt­be­las­tung, Luft­ver­schmut­zung, Kli­ma­wan­del. Zu­dem zer­schnei­det sie gan­ze Land­schaf­ten, Städ­te und Vor­or­te und prägt da­mit das Le­ben von An­woh­nern und Wildtieren.

Neu von ges­tern   Ca­ro­li­ne Minjolle

Die Mo­de­bran­che mit «Fast Fa­shion» ist äus­serst kli­ma­be­las­tend. Eine Ton­ne Tex­til ver­schmutzt 200 Ton­nen Was­ser. In Eu­ro­pa wer­den pro Jahr 4 Mil­lio­nen Ton­nen Klei­dungs­stü­cke ent­sorgt. Die CO2-Emis­sio­nen sind durch den On­line­han­del ex­plo­diert. Neue Akteur*innen ver­pflich­ten sich ei­ner nach­hal­ti­ge­ren, um­welt­freund­li­che­ren Mode. Der Kampf ge­gen die Aus­beu­tung von Res­sour­cen und Men­schen steht in ih­rem Mit­tel­punkt. Sie alle en­ga­gie­ren sich für Lang­le­big­keit, we­ni­ger und lo­ka­ler, Re­spekt, Re­cy­cling, Up­cy­cling, do it yourself, Inklusion.

Hoch­wer­ti­ge Pro­te­ine aus Glar­ner Tot­holz sen­ken die Rind­fleisch­pro­duk­ti­on      Fri­do­lin Walcher

Der schwei­ze­ri­sche Rind­fleisch­kon­sum be­las­tet mit dem ho­hen Aus­stoss an Treib­haus­ga­sen das Kli­ma enorm. Berg­bau­ern sind bis jetzt aus­schliess­lich von der Vieh­hal­tung ab­hän­gig. Nach drei- jäh­ri­ger For­schungs­ar­beit ei­nes Teams der Hoch­schu­le Wä­dens­wil star­tet die Pro­duk­ti­on mit dem Pro­te­in aus Kä­fer­pu­pen bei Glar­ner Berg­bau­ern. Ein­hei­mi­sches Tot­holz aus Berg­wäl­dern wird über die Kä­fer zu hoch­wer­ti­gem Flei­scher­satz. Glar­ner Bau­ern züch­ten künf­tig Rin­der und Käfer.

Bä­rets­wil   Do­mi­nic Wenger

In der Zür­cher Ober­län­der­ge­mein­de auf ei­ner Mee­res­hö­he zwi­schen 700 – 1000 Me­tern ge­le­gen ist man beim Win­ter­sport längst mit dem Kli­ma­wan­del mit­ge­gan­gen: Weil der Ski­lift man­gels Schnees nur noch alle paar Win­ter in Be­trieb ge­nom­men wer­den kann, wäre die Ski­lift­ge­sell­schaft längst bank­rott ge­gan­gen. Schnee­en­thu­si­as­ten ha­ben den Lift als Ver­ein über­nom­men. In Fron­ar­beit be­trei­ben sie bei ge­nü­gend Schnee die An­la­ge und räu­men sie im Früh­ling wie­der ab.

Wol­ken­flü­ge und Kli­ma­schü­be   Kat­ja Schmidlin

Kehrt Wind
wo Flügel
auf Mäander
schla­gen wieder
auf Him­mel und
der Ho­ri­zont verwebt.

Al­me­ria – Über­le­ben un­ter Plas­tik   Mar­co Zanoni

Im spa­ni­schen Al­me­ria (An­da­lu­si­en) wird auf ei­ner Flä­che so gross wie Mal­ta das gan­ze Jahr Ge­mü­se un­ter Plas­tik an­ge­baut. Die Was­ser­knapp­heit ist in die­ser wüs­ten­ähn­li­chen Ge­gend ein gros­ses Pro­blem, eben­so die er­bärm­li­chen Ar­beits­be­din­gun­gen vie­ler pa­pier­lo­sen Plantagehelfer*innen. Ih­nen dient das aus­ge­dien­te Plas­tik zum De­cken ih­rer selbst­ge­bau­ten Hüt­ten. Ein Gross­teil der Pe­pe­ro­ni, To­ma­ten oder Gur­ken lan­det in un­se­ren mit­tel­eu­ro­päi­schen Supermärkten.

Stum­me Die­ner   Ma­ri­on Nitsch

Strei­fen­vor­hän­ge und Pen­del­tü­ren ver­hin­dern in den meis­ten Ge­wer­be­hal­len den Zug von Wind und Käl­te. Gü­ter je­der Art wer­den täg­lich in un­fass­ba­ren Men­gen durch sie hin­durch­ge­scho­ben. Die Spu­ren, die sie da­bei in Form von Nar­ben, Ris­sen und Ent­stel­lun­gen hin­ter­las­sen, spie­geln die Ge­schich­te un­se­res mass­lo­sen Kon­sums. Sie er­öff­nen uns den Blick auf uns selbst und auf un­ser Han­deln in der glo­ba­li­sier­ten Welt.

Stadt­bäu­me   Pa­trick Hürlimann

Be­grün­te und mit Bäu­men be­pflanz­te Städ­te wer­den in Zei­ten der stei­gen­den Kli­ma­er­wär­mung deut­lich le­bens­wer­ter. Die Zahl der Tro­pen­näch­te in Quar­tie­ren mit vie­len Bäu­men ist deut­lich tie­fer. Auch Nie­der­schlag­was­ser wird von Stadt­bäu­men ge­spei­chert. Für die Um­set­zung braucht es Kon­zep­te und den po­li­ti­schen Wil­len. Ein­zel­ne Ali­bi­bäu­me än­dern nichts.

Grün­hölz­li – Zu­rück zur Na­tur   Rai­sa Durandi

Das Gar­ten­are­al «Grün­hölz­li» bie­tet Raum für Fra­gen: «Wie or­ga­ni­sie­ren wir un­se­re Um­welt, un­se­re Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on, un­se­ren öf­fent­li­chen Raum und un­ser Zu­sam­men­le­ben? Was ist uns wert­voll?» Ne­ben dem Gärt­nern wer­den Pro­duk­te, Ideen und Ge­schich­ten aus­ge­tauscht. Mit der leuch­turm­ar­ti­gen Aus­strah­lung des «Grünhölzli» geht die Stadt Zü­rich als Pio­nie­rin beim The­ma Ur­ba­ne Land­wirt­schaft vor­an und leis­tet ei­nen kon­kre­ten Bei­trag zur zukunftsfähigen Ernährung.

Pa­cken wir’s an!   Sa­bi­na Bobst

Wie wür­de es aus­se­hen, das öko­lo­gi­sche Le­ben? Ich por­trä­tie­re fünf Leu­te, die an ei­nem wis­sen­schaft­li­chen Pro­gramm teil­neh­men, um ihre Le­bens­wei­se zu ver­än­dern. Sie ori­en­tie­ren sich an der Idee der Öko­vil­la­ges und ver­su­chen, in al­len Be­rei­chen nach­hal­tig zu le­ben. Das The­ma wird durch die­sen pri­va­ten Blick we­ni­ger abs­trakt und wir kön­nen uns bes­ser vor­stel­len, was dies Im Kon­kre­ten – auch für uns – be­deu­ten würde.

Kli­ma­wan­del am Aletsch­glet­scher   Se­ve­rin Bigler

Ob­wohl mit 22 km der längs­te Glet­scher der Al­pen, ist der Aletsch­glet­scher durch die Kli­ma­er­hit­zung stark be­trof­fen: Sei­ne Di­cke nimmt ra­sant ab. Da­mit taut der Per­ma­frost­bo­den an den Sei­ten­mo­rä­nen auf. Die ent­ste­hen­de In­sta­bi­li­tät führt zu Erd­rut­schen, Stein­schlä­gen und Fels­ab­brü­chen. Me­ter­tie­fe Ris­se öff­nen sich an den Grä­ten. Wan­der­we­ge müs­sen ge­sperrt werden.

Haupt­spon­so­ren

Nikon
Zumstein Foto Video PHOTOVISION

Spon­so­ren

Münsingen
fotointern.ch
Kulturförderung Kanton Bern