• boris müller fotoausstellung

Fo­to­aus­stel­lung 2026

Bo­ris Müller
Black­pool

Ort

Schloss­al­lee

Füh­run­gen

Don­ners­tag, 14. Mai 2026, 17.30 Uhr
Frei­tag, 15. Mai 2026, 14.30 Uhr

In deut­scher Sprache

Black­pool

Ar­mut, Ver­wahr­lo­sung und her­un­ter­ge­kom­me­ne Lie­gen­schaf­ten: Black­pool gilt als so­zia­les Not­stands­ge­biet. Di­stin­gu­ier­te Rei­sen­de ma­chen in der Re­gel ei­nen gros­sen Bo­gen um die 140’000-Einwohner-Stadt nord­west­lich von Man­ches­ter. Im Au­gust aber strö­men Punks aus der gan­zen Welt hier­her, zum all­jähr­lich statt­fin­den­den Re­bel­li­on Fes­ti­val. Viel­leicht sind es auch die of­fen­kun­di­gen Par­al­le­len zwi­schen dem frü­her so präch­ti­gen See­bad und ih­rer Mu­sik, die sie an­zie­hen. Wie Black­pool hat die einst re­vo­lu­tio­nä­re Punk­be­we­gung sei­ne bes­te Zeit längst hin­ter sich. Bei­de wir­ken auf eben­so char­man­te wie de­pri­mie­ren­de Art ir­gend­wie aus der Zeit ge­fal­len und ka­putt. Spa­ziert man durch Black­pool, kommt ei­nem un­wei­ger­lich der aus Ver­zweif­lung und Pes­si­mis­mus ge­bo­re­ne Punk-Slo­gan «No Fu­ture» in den Sinn.

Dem Be­su­cher bie­tet sich ein skur­ri­les Durch­ein­an­der aus vom Le­ben ge­zeich­ne­ten Ge­stal­ten, geh­be­hin­der­ten Se­nio­ren mit ne­on­far­be­nem Haar auf Elek­tro­ge­fähr­ten, her­un­ter­ge­kom­me­nen Amu­se­ment-Hal­len und Bar­bie-Kut­schen. Doch in der In­nen­stadt sind In­ves­ti­ti­ons­be­mü­hung zu er­ken­nen. Zwi­schen fett­ver­schmier­ten Fish’n’Chips-Ständen gibt es nun auch Ca­fes die ve­ga­nes Eng­lish-Break­fast an­bie­ten, Fas­sa­den wer­den ge­stri­chen, die Po­li­zei patrouilliert.

Das­sel­be Bild auf den un­zäh­li­gen Büh­nen. Wäh­rend ge­wis­se Bands wirk­lich aus dem letz­ten Loch pfei­fen, gibt es auch im­mer wie­der neue, fri­sche Mu­sik zu ent­de­cken. Punks not dead (um ei­nen wei­te­ren Leit­spruch der Sze­ne zu be­mü­hen) und Black­pool ist auch nicht tot zu krie­gen. Zäh sind sie schon die Engländer.

Bo­ris Müller

boris müller portrait

Bo­ris Mül­ler, 1973 in Zü­rich ge­bo­ren, aus­ge­bil­de­ter So­zi­al­ar­bei­ter und Mu­si­ker, ab 2011 für 12 Jah­re Bild­re­dak­tor und Fo­to­graf bei Ta­ges­an­zei­ger, seit 2023 selb­stän­di­ger Fo­to­graf mit Schwer­punkt Pres­se­fo­to­gra­fie. Fo­to­graf des Koch­buch-Best­sel­lers “Wäär­li guät” von Noah Bacho­fen (2024), zwei 3. Plät­ze Swiss­pres­sa­ward (2023, 2024) und Ge­win­ner (Gold-Wür­fel) in der Ka­te­go­rie “Fo­to­gra­fie” des ADC-Schweiz (Art Di­rec­tor Club) für die Kam­pa­gne “Zer­matt unplugged”.

Web­sei­te: borismueller.ch

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