Fotoausstellung 2026
Katerina Belkina
Grimms Märchen
Ort
Schloss – Dachstock rechts
Führungen
Donnerstag, 14. Mai 2026, 13.00 Uhr
Samstag, 16. Mai 2026, 13.00 Uhr
In deutscher Sprache
Grimms Märchen
Mich faszinierte es schon immer die Psychologie menschlicher Beziehungen untereinander sowie zur Außenwelt zu untersuchen; den menschlichen Emotionen eine Gestalt zu geben und Gefühle wie etwa „Freude, Verzweiflung, Gleichgültigkeit, Begeisterung und Neid“ auseinanderzunehmen.
Mein Gesicht und mein Körper sind die Hauptinstrumente, die ich für die Verkörperung der von mir gewünschten Bilder wähle. Als Model vor der Kamera, bediene ich mich der uralten Theaterpraxis des Rollenspiels, welche der Entwicklung meiner eigenen Erzählweise einen Anstoß gibt. Ein Teil meiner Arbeit, das Fotografieren, ähnelt daher sehr einer Theateraufführung.
Im Betrachter Emotionen und Gefühle zu wecken ist mein Ziel.
Die Leidenschaft für klassische Kunst sowie Interesse in alles Neue – also Technologien, Entdeckungen und Experimente – führten mich zu einer Art „Mixed Media“ mit der ich arbeite. Von der Malerei nehme ich die Farben und erschaffe Luft als ein Element von Raum. Realität und Persönlichkeit entnehme ich der Fotografie. Mein Stil kommt von einer langen Künstlertradition: der Collage.
In der nächsten Phase benutze ich den Pinsel eines Graphikprogramms. Dies ist ein subtiles und zuverlässiges Werkzeug um Licht zu erzeugen – eine schwerelose Atmosphäre ähnelnd derer eines Traumes. In meiner kreativen Arbeit suche ich nicht nach kognitiven Themen.
Sie entspringen dem Alltag und Beobachtungen der Menschen um mich herum. Wenn ich ein Motiv für meine Zergliederung gewählt habe, so biete ich dem Publikum eine weibliche Sicht der Dinge, die nur mich betrifft.
Zweifellos basiert diese Sicht auf feministischen Prinzipien. Dennoch ist der Gegenstand nicht die Konfrontation, sondern die Balance und Harmonie, in der die Frau kein Gegenstand, sondern vielmehr eines ist – pure Energie.
Katerina Belkina
Katerina Belkina (*1974, Samara, Russland) wuchs bereits in einer künstlerischen Atmosphäre auf. Ihre Mutter war selbst eine Künstlerin. In Samara wurde Katerina Belkina an der Akademie der Künste "Petrov-Vodkin" ausgebildet, welches sie mit dem Diplom 1993 beendete.
Später vertiefte sie von 2000 bis 2002 ihre Ausbildung in Fotografie an der Fotoschule von Michael Musorin. Belkina hat seitdem ihre geheimnisvollen, „gemalten“ Fotografien in zahlreichen Ausstellungen international gezeigt.
2007 wurde sie in Moskau für den Kandinsky Preis nominiert (russisches Äquivalent zum Turner-Prize).
2015 wurde die Künstlerin mit dem Internationalen Lucas Cranach Preis ausgezeichnet. Der prestigeträchtige Hasselblad Masters Award wurde ihr 2016 verliehen.
Katerina Belkina lebt und arbeitet in Dresden.
Webseite: www.belkina.art







