Fotoausstellung 2026
Lili Roze
Aux Oiseaux
Ort
Blumenhaus
Führungen
Donnerstag, 14. Mai 2026, 17.00 Uhr
Samstag, 17. Mai 2026, 15.00 Uhr
In französischer Sprache
Aux Oiseaux
„Es ist eine traurige Sache, daran zu denken, dass die Natur spricht und das Menschengeschlecht nicht zuhört.“ — Victor Hugo
Ob von kulturhistorischem Interesse, endemisch, bedroht oder einfach Teil der gewöhnlichen Biodiversität: Vögel werden selten – immer seltener. Die menschliche Aktivität, der Rückgang ihrer Lebensräume und ihrer Rastgebiete auf den Zugrouten sind ebenso viele Gefahren, die den Himmel seiner Farben, seiner Gesänge und seiner anmutigen Schönheit berauben. In 30 Jahren sind 30 % der Arten verschwunden. Nur die Lachmöwe kann sich noch über die menschliche Gedankenlosigkeit lustig machen. Sie weiss, wie eng die Zukunft ihrer grossen Familie und jene der Menschen miteinander verbunden sind. Das Gleichgewicht der Welt beruht auf ihrer Vielfalt, ihrer Ergänzung: Für jede und jeden gibt es einen Platz. Wenn Teile fehlen, gerät es ins Bröckeln.
Und doch ist der Mensch auch verantwortlich für die schönste aller Erfindungen: die Kunst.
Er scheint die einzige Spezies zu sein, die eine subjektive Darstellung der Welt hervorzubringen vermag. Kunst macht in ein und derselben Bewegung die Schönheit und die Grausamkeit der Welt sichtbarer.
Wenn also „die Schönheit die Welt retten wird“, dann retten wir die Schönheit – beginnend mit der Schönheit der Vögel.
Lili Roze

LiliRoze wurde 1972 in Genf geboren. Ihre Leidenschaft für die Fotografie beginnt sehr früh, angeregt durch die Entdeckung der Bilder ihres Vaters, doch erst nach einem Abschluss in Ökonometrie entscheidet sie sich, sich ihr ganz zu widmen. Sie zieht nach Paris und schliesst 1997 ihr Studium an der ENS Louis Lumière ab. Zu Beginn assistiert sie zahlreichen Fotografen.
Als Gewinnerin des ersten Preises Photographies de l’année (APPPF) 2024 in den Kategorien Porträt und Stillleben sowie als Gewinnerin des ersten Preises Objectif Femmes 2025 arbeitet sie heute als freischaffende Fotografin und verfolgt ihre persönliche Recherche weiter. Ihre Arbeiten wurden in Frankreich, der Schweiz, Brasilien, China und Marokko ausgestellt.
Eine erste Monografie erschien 2012 unter dem Titel Confidences bei HC Éditions, die zweite, Ici et Ailleurs, wurde 2024 im Verlag Hemeria veröffentlicht.
„Ich fotografiere nicht, was ich sehe, sondern was ich fühle. Ich liebe die Langsamkeit und lange Belichtungszeiten, die das Atmen und die Herzschläge einbeziehen. Ich fotografiere fast ohne Licht. Und was aus dem Schatten hervortritt, ist Poesie, die nach Träumen schmeckt und einem Geheimnis ähnelt.“
Webseite: liliroze.com







