• Aus­stel­lung 2017

    René Groeb­li, NU­DES

  • Ort

    Schloss

  • Füh­run­gen

    Füh­run­gen:
    Do, 25. Mai  + So, 28. Mai 2017,
    je 14.30 Uhr

    Buch­si­gnie­rung:
    Do, 25. Mai + So, 28. Mai 2017,
    je 15.30 Uhr

NU­DES

René Groeb­li nutz­te die ex­pe­ri­men­tel­le Fo­to­gra­fie schon in jun­gen Jah­ren um Stim­mun­gen und Be­we­gun­gen fest­zu­hal­ten. Da­mit war er sei­ner Zeit vor­aus und küm­mer­te sich nicht um Trends. Sei­ne Ar­bei­ten, ins­be­son­de­re die kunst­vol­len Aktauf­nah­men, er­in­nern eher an Ma­le­rei. Die Aus­stel­lung NU­DES wird nach Pa­ris und New York erst­mals in der Schweiz ge­zeigt. Die Auf­nah­men sind in ei­nem Zeit­raum von über fünf­zig Jah­ren ent­stan­den und wei­sen eine ei­gen­stän­di­ge, klar er­kenn­ba­re Hand­schrift des Fo­to­gra­fen auf. Die Bil­der ver­mit­teln mit der Grob­kör­nig­keit eine nost­al­gi­sche, ver­spiel­te aber zeit­lo­se Ele­ganz.

Wer könn­te dies bes­ser aus­drü­cken als René Groeb­li.

„Das Weib­li­che hat mich seit je fas­zi­niert. Die Schön­heit der For­men, die Aus­strah­lung, die Sinn­lich­keit…
So habe ich oft ver­sucht, mei­ne Be­wun­de­rung für weib­li­che An­mut in Bil­dern aus­zu­drü­cken und hof­fe, dass der Be­trach­ter mei­ner Fo­tos die Freu­de an die­sen vi­su­ell be­zau­bern­den Mo­men­ten mit mir tei­len kann.“

René Groeb­li

Ob­wohl er ei­gent­lich zum Film will, be­ginnt er 1943 eine Fo­to­gra­fen­leh­re bei Theo Vo­now in Zü­rich.

1944–45 sechs Mo­na­te in der Fo­to­klas­se von Hans Fins­ler an der Kunst­ge­wer­be­schu­le Zü­rich, ers­te ex­pe­ri­men­tel­le Fo­to­gra­fi­en, um Stim­mun­gen und Be­we­gung fest­zu­hal­ten. Ab 1946 Leh­re als Do­ku­men­tar­film-Ka­me­ra­mann bei Cen­tral-Film und Glo­ria Film in Zü­rich (Di­plom 1948), be­schäf­tigt sich aber wei­ter­hin in­ten­siv mit Fo­to­gra­fie. Er­weckt mit sei­nem Erst­lings­werk, dem Fo­toes­say Ma­gie der Schie­ne (1949), gros­se Auf­merk­sam­keit.

1949–51 Pres­se- und Wer­be­fo­to­graf, da­zwi­schen 1 Jahr als Bild­re­dak­tor der Züri-Wo­che. 1951 Hei­rat mit Rita Dür­mül­ler, die ihn künst­le­risch zeit­le­bens  un­ter­stützt. 1951–53 Fo­to­re­por­ter für die Agen­tur Black Star, Lon­don; reist im Na­hen Os­ten und Afri­ka und pu­bli­ziert u.a. in Pic­tu­re Post, Il­lus­tra­ted, Time-Life, Die Wo­che. Ab 1953 Kon­zen­tra­ti­on auf die Farb­fo­to­gra­fie, nach ers­ten Auf­trä­gen der Phar­ma-In­dus­trie Er­öff­nung ei­nes ei­ge­nen Stu­di­os. Ex­pe­ri­men­tiert mit dem Dye-Trans­fer-Ver­fah­ren und wird 1957 von  U.S. Co­lor An­nu­al als "Mas­ter of Co­lor" ge­wür­digt. Grün­det 1959 zu­sam­men mit H. P. Roth die Tur­nus Film (Kino- und Fern­seh­spots), ge­winnt für VW-Wer­be­fil­me in Can­nes die Pal­me d'Or (1963).

Bis 1980 haupt­säch­lich Farb­fo­to­gra­fie für in­ter­na­tio­na­le Wer­be­kam­pa­gnen, Jah­res­be­rich­te, Ju­bi­lä­ums­bü­cher und dergl. von Un­ter­neh­men in Eu­ro­pa und USA. Ge­stal­tet Ton­bild- und Mul­ti­vi­si­ons-Schau­en, wo­für er welt­wei­te An­er­ken­nung er­hält. Pu­bli­ziert 1965 und 1971 zwei weg­wei­sen­de Bü­cher über die krea­ti­ven und kom­mu­ni­ka­ti­ven Mög­lich­kei­ten der mo­der­nen Farb­fo­to­gra­fie.

Treibt da­ne­ben auch sei­ne freie künst­le­ri­sche Ar­beit wei­ter und pu­bli­ziert 1954 den viel be­ach­te­ten Fo­toes­say Das Auge der Lie­be. Wird be­reits 1953 als jüngs­tes Mit­glied ins Kol­le­gi­um Schwei­ze­ri­scher Pho­to­gra­phen (u.a. mit Ja­kob Tug­ge­ner und Gott­hard Schuh) auf­ge­nom­men. Ent­deckt 1977 neu das krea­ti­ve Po­ten­zi­al der Schwarz­weiss-Fo­to­gra­fie, fo­to­gra­fiert in New York, Ir­land und Süd­frank­reich.

Gibt 1981 die Wer­be­fo­to­gra­fie auf, ver­kauft sein Stu­dio und zieht in ein tra­di­tio­nel­les Stein­haus (Bo­rie) in Süd­frank­reich. Ab 1990 re­stau­riert und über­ar­bei­tet er frü­he­re Schwarz­weiss-Ne­ga­ti­ve, macht neue Ba­ryt­ab­zü­ge und nutzt zum Teil his­to­ri­sche Tech­ni­ken. 1999 tauscht er sei­ne Bo­rie mit ei­nem al­ten Bau­ern­haus in den Vo­ge­sen, in des­sen Dach­stock er sich 2001/2002 in­ten­siv der Akt­fo­to­gra­fie wid­met. Bis heu­te un­zäh­li­ge Ein­zel- und Grup­pen­aus­stel­lun­gen welt­weit, Life­time Award der Photo15 in Zü­rich.

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