Fo­to­gra­fie ent­de­cken mit photography-now.com

Nach dem Lock­down ge­hen die Mu­se­en und Ga­le­rien wie­der auf. Zeit, sich lang­sam und über­legt wie­der mit phy­si­scher Fo­to­kunst zu be­schäf­ti­gen. Das Por­tal photographie-now.com ver­öf­fent­licht lau­fend welt­weit in­ter­es­san­te, spek­ta­ku­lä­re und stil­le Fo­to­aus­stel­lun­gen in Mu­se­en und Ga­le­rien.

So ist das Fo­to­mu­se­um Win­ter­thur wie­der of­fen und zu­gäng­lich. Die Aus­stel­lung «Fo­to­gra­fin­nen an der Front» zeigt 140 Bil­der zwi­schen 1936 und 2011 von Fo­to­jour­na­lis­tin­nen und Do­ku­men­tar­fo­to­gra­fin­nen vom Spa­ni­schen Bür­ger­krieg über den 2. Welt­krieg und dem Viet­nam­krieg bis hin zu den jüngs­ten Kon­flik­ten.

Die Fo­to­stif­tung Schweiz prä­sen­tiert eine um­fas­sen­de Werk­schau von Eve­lyn Ho­fer (1922 – 2009). Sie wur­de von der New York Times als die «be­rühm­tes­te un­be­kann­te Fo­to­gra­fin Ame­ri­kas» be­zeich­net. Ihre Ein­bli­cke in Pri­vat­räu­me und Por­träts von welt­be­kann­ten Künst­lern wie auch die So­zi­al­stu­di­en sind le­gen­där. Das Hand­werk der Fo­to­gra­fie lern­te Eve­ly­ne Ho­fer in der Schweiz, zu der sie zeit­le­bens eine enge Be­zie­hung pfleg­te.

Noch et­was zu­war­ten müs­sen wir mit den Be­su­chen in Eu­ro­pa. Zum Bei­spiel ei­nem Be­such im Fo­to­gra­fi­schen Mu­se­um Ams­ter­dam Foam und der Aus­stel­lung von Vi­vi­an Mai­er «Works in Co­lor».

Aber min­des­tens mit dem Stö­bern, der Pla­nung und der Vor­freu­de auf ei­nen Be­such von Fo­to­aus­stel­lun­gen kann ge­star­tet wer­den. Viel Spass!

Pa­trick Rohr im In­ter­view aus Ams­ter­dam

Wir er­in­nern uns ger­ne an die Aus­stel­lung und Füh­run­gen von Pa­trick Rohr zum The­ma «Ja­pan – Ab­seits von Kirsch­blü­ten und Ki­mo­no» an der letz­ten Pho­to Münsin­gen. Ni­klaus Mes­ser hat mit Pa­trick ein In­ter­view ge­führt und woll­te von ihm wis­sen, wie es ihm er­geht, wo er den Lock­down er­lebt und wel­che Pro­jek­te er in Ar­beit hat.

patrickrohr.com

Rai­ner Eder im In­ter­view

AR­TEX­TREM heisst die Aus­stel­lung von Rai­ner Eder, die die­ses Jahr im Dach­stock ge­plant war. Sie wird – wenn al­les klappt – in ei­nem Jahr nach­ge­holt. Im In­ter­view kurz vor Auf­fahrt spricht der Sport­fo­to­graf über die Lei­den­schaft fürs Klet­tern und die Zeit im Lock­down.

Rai­ner Eder ist in Ös­ter­reich ge­bo­ren und lebt seit mehr als 20 Jah­ren in der Schweiz. Er ist seit vie­len Jah­ren Pro­fi. Der lei­den­schaft­li­che Klet­te­rer ist heu­te ein her­vor­ra­gen­der Sze­ne­ken­ner und ar­bei­tet schwer­punkt­mäs­sig mit den bes­ten Fels- und Eis­klet­te­rern der Welt, wie Ines Pa­pert oder Da­vid Lama.

2010 und 2013 wur­de er Fi­na­list des Red Bull Il­lu­me Fo­to­wett­be­werbs; auch bei der Banff Moun­tain Pho­to­gra­phy Com­pe­ti­ti­on wur­de er schon für das „Best Moun­tain Ad­ven­ture Pho­to“ aus­ge­zeich­net.

www.rainereder.com

Tho­mas Stöck­li: Snow­board-Fo­to­graf

Bei der Su­che nach fas­zi­nie­ren­den Sportfauf­nah­men für die Pho­to Münsin­gen 2020 sind wir auf die Fo­tos von Tho­mas Stöck­li ge­stos­sen.

Ger­ne hät­ten wir sei­ne traum­haft dy­na­mi­schen Snow­board Auf­nah­men ge­zeigt. Lei­der hat es dann aus ver­schie­de­nen Grün­den nicht ge­klappt. Nun ha­ben wir ein Mail von Tho­mas er­hal­ten. Nach hek­ti­schen Jah­ren ver­bun­den mit vie­len Rei­sen hat er nun die Co­ro­na Zeit ge­nutzt sein Ar­chiv und die Web­sei­te auf­zu­räu­men.

Tho­mas Stöck­li wur­de 1978 in der Schweiz ge­bo­ren. Snow­boar­den wur­de zu sei­ner Lei­den­schaft. Mit 23 Jah­ren muss­te er we­gen ei­ner Knie­ver­let­zung die pro­fes­sio­nel­le Kar­rie­re be­en­den. Er nutz­te die Ge­le­gen­heit das Hand­werk der Fo­to­gra­fie zu er­ler­nen, ist seit­her um die Welt ge­reist und hat un­ter dem Pseud­onym «Creager» die Free­style-Snow­board­sze­ne do­ku­men­tiert.

Sein ein­zig­ar­ti­ger, zeit­lo­ser Stil hat ihm im Jahr 2014 den Ti­tel «Wer­be­fo­to­graf des Jah­res» ein­ge­bracht. Die äs­the­ti­sche Be­we­gung im Sport be­geis­tert ihn wei­ter­hin. Aber er be­schäf­tigt sich auch mit me­di­ta­ti­ven Land­schaf­ten, Por­träts und Still­le­ben. Kom­mer­zi­ell fo­to­gra­fiert er u.a. seit 2013 die in­no­va­ti­ve Schuh­mar­ke ON, eine Schwei­zer Er­folgs­ge­schich­te.

Links

Bil­der: © Tho­mas Stöck­li

«Ab­fall na­tio­nal»: Der idea­le Wie­der­ein­stieg

Fast ge­nau acht Wo­chen durf­ten wir kei­ne rea­len (Foto-)Ausstellungen mehr be­su­chen, muss­ten uns mit vir­tu­el­len Rund­gän­gen ab­fin­den – was, ne­ben­bei ge­sagt, auch nicht nur ne­ga­tiv war, ha­ben sich doch vie­le Aus­stel­ler und Ga­le­ris­tin­nen ei­ni­ges an ori­gi­nel­len Al­ter­na­ti­ven über­legt.

Jetzt ist es Zeit, sich lang­sam wie­der in die rea­le Aus­stel­lungs­welt zu­rück zu ar­bei­ten. Dazu habe ich ei­nen Tipp: «Ab­fall na­tio­nal» im Korn­haus­fo­rum Bern mit Fo­to­gra­fien der Thu­ner Fo­to­gra­fin Ca­ro­li­na Pia­s­ecki und dem im Tes­sin le­ben­den Fo­to­gra­fen Pe­ter Kel­ler. Die Aus­stel­lung ist ein gu­ter Wie­der­ein­stieg: nicht zu gross, ge­nü­gend Raum ohne Dich­testress und ein The­ma, das uns alle be­trifft. Rund 350 kg Sied­lungs­ab­fall hin­ter­lässt jede Schwei­ze­rin und je­der Schwei­zer im Jahr. Wie die­ser Ab­fall im öf­fent­li­chen Raum or­dent­lich ent­sorgt wird – oder eben auch nicht – zei­gen die bei­den Fo­to­gra­fen in 40 Bild­paa­ren.

Und wer sich noch nicht reif fühlt für die rea­le Aus­stel­lungs­welt, der kann sich die Bil­der auch vir­tu­ell an­schau­en.

«Ab­fall na­tio­nal» im Korn­haus­fo­rum Bern, 15. Mai bis 25. Juli 2020

Mit der Olym­pus in Cuba

Ni­klaus Mes­ser, OK-Mit­glied der Pho­to Münsin­gen, lern­te 2011 in Cuba die Vor­zü­ge der hand­li­chen Olym­pus Pen ken­nen. In den Wo­chen des Lock­downs er­in­nert er sich an das bun­te Le­ben in Ha­van­na. Und lernt in den Tu­to­ri­als von Olym­pus aus­ser­dem neue Ka­me­ra­funk­tio­nen ken­nen

Die Olym­pus Pen war mei­ne ers­te spie­gel­lo­se Ka­me­ra. Im Klub wur­de ich be­lä­chelt, alle setz­ten da­mals auf gros­se, schwe­re­re Spie­gel­re­flex-Ka­me­ras mit gros­sen, schwe­ren Ob­jek­ti­ven. Ich war stolz auf die hand­li­che Ka­me­ra im Re­tro-Look mit den leich­ten, aber leis­tungs­star­ken Ob­jek­ti­ven und dem Win­kel­su­cher. Die Ka­me­ra be­glei­tet mich ne­ben ei­ner SLR-Ka­me­ra auf ei­nen län­ge­ren Cuba Auf­ent­halt. Stun­den­lang streif­te ich durch Ha­van­na, um fast un­be­merkt das bun­te Le­ben der Ha­ba­ne­ros fest­zu­hal­ten. Viva la vida – viva Cuba! Die gros­se Ka­me­ra blieb mehr­heit­lich im Casa.

In der Zwi­schen­zeit habe ich auf die OM‑D E‑M5 ge­wech­selt. Ge­blie­ben sind die Hand­lich­keit und Leis­tungs­fä­hig­keit. Ein­zig den Win­kel­su­cher ver­mis­se ich für un­be­merk­te Street Fo­to­gra­fie. Ver­schwun­den sind auch die Spöt­ter. Vie­le Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen ha­ben längst die Vor­tei­le der klei­nen spie­gel­lo­sen Ka­me­ras ent­deckt.

Olym­pus bie­tet ver­schie­de­ne Vi­deo Tu­to­ri­als und ei­nen vir­tu­el­len Stamm­tisch an. Auf spie­le­ri­sche Art wer­den Ideen für Home-Shoo­tings ge­zeigt. Und da­bei ent­deckt man noch un­be­kann­te Ka­me­ra­funk­tio­nen. Zu 'Home with Olym­pus'…

Und wer Lust auf ein paar Cuba-Schnapp­schüs­se hat…

Wolf­gang Ber­nau­er: «Mein grie­chi­sches Dorf»

Wolf­gang Ber­nau­er zeigt in sei­nem Bild­band «Mein grie­chi­sches Dorf» Ein­drü­cke aus dem Le­ben der grie­chi­schen Land­be­völ­ke­rung wie man sie heu­te kaum noch fin­det.

Das Buch ist eine Do­ku­men­ta­ti­on, wel­che die ur­tüm­li­che Land­be­völ­ke­rung bei ih­rer täg­li­chen Ar­beit und bei ge­sell­schaft­li­chem Zu­sam­men­sein zeigt. Es sind Por­träts von Men­schen, die viel zu er­zäh­len ha­ben – und die in die­sen Bil­dern viel er­zäh­len.

«Ein her­vor­ra­gen­des Bei­spiel ei­ner zeit­ge­schicht­li­chen Do­ku­men­ta­ti­on mit ein­drucks­vol­len und fo­to­gra­fisch her­vor­ra­gend rea­li­sier­ten Por­träts», schreibt Urs Till­manns von fotointern.ch in sei­nem Buch­tipp.

Zur Buch­be­schrei­bung bei fotointern.ch…

Un­zu­gäng­lich

Wäh­rend der Co­ro­na-Kri­se sind die Schwei­zer Gross­ver­tei­ler ver­pflich­tet, alle Be­rei­che, in de­nen Ar­ti­kel an­ge­bo­ten wer­den, die nicht der un­mit­tel­ba­ren Grund­ver­sor­gung die­nen, für Kun­den un­zu­gäng­lich zu ma­chen.

Adri­an Mo­ser be­such­te die Mi­gros Markt­gas­se in Bern, wo der gröss­te Teil des Un­ter­ge­schos­ses ab­ge­sperrt ist und bis auf wei­te­res nicht be­tre­ten wer­den darf.

An der Pho­to Münsin­gen 2019 stell­te Adri­an Mo­ser ei­nen Quer­schnitt sei­ner Ar­beit als Pres­se­fo­to­graf aus. 1966 in Biel ge­bo­ren, ar­bei­tet er seit 1994 als pro­fes­sio­nel­ler Fo­to­graf. Seit 2002 ist er Chef­fo­to­graf und Bild­re­dak­tor bei der Zei­tung "Der Bund", da­ne­ben frei­schaf­fend tä­tig für Agen­tu­ren, Zeit­schrif­ten und Zei­tun­gen so­wie als Aus­stel­lungs­ku­ra­tor und Fo­to­gra­fen­aus­bild­ner. Kürz­lich wur­de er mit dem Swiss Press Pho­to Award in der Kat­geo­rie Dai­ly Life aus­ge­zeich­net.

https://www.adrianmoser.ch

Vier Fo­to­gra­fen, vier Blick­win­kel

Un­ser All­tag ist fest im Griff der Pan­de­mie. Seit Wo­chen do­ku­men­tie­ren die NZZ-Fo­to­gra­fen die aus­ser­or­dent­li­che Lage.

Ka­rin Ho­fer, An­nick Ramp, Chris­toph Ruck­stuhl und Si­mon Tan­ner zei­gen ih­ren ganz per­sön­li­chen Blick auf die Co­ro­na-Kri­se. Die vier Bild­stre­cken sind am 11. April 2020 in der Wo­chen­bei­la­ge der NZZ und als On­line-Bild­stre­cke er­schie­nen.

Die Zei­tungs­sei­ten als PDF:

  • Chris­toph Ruck­stuhl be­ob­ach­tet die klei­nen Ver­än­de­run­gen auf sei­nem Ar­beits­weg.
  • Si­mon Tan­ner sam­mel­te Selbst­por­traits, die von über­lan­gen Schich­ten und dem be­schwer­li­chen Tra­gen von Schutz­mas­ken zeu­gen.
  • Ka­rin Ho­fer fo­kus­siert not­ge­drun­gen auf die ei­ge­ne Woh­nung.
  • An­nick Ramp war an der sonst un­sicht­ba­ren Gren­ze.

René Groeb­li: Vir­tu­el­ler Rund­gang

Die Bild­hal­le Zü­rich bie­tet ak­tu­ell ei­nen vir­tu­el­len Rund­gang durch die Aus­stel­lung «The Ma­gic Eye» von Réne Groeb­li an. Sie um­fasst die wich­tigs­ten Bil­der aus dem gleich­na­mi­gen Buch.

Das Fo­to­buch ver­sam­melt eine Aus­wahl an Bil­dern, die ein gu­tes hal­bes Jahr­hun­dert von René Groeb­lis Schaf­fen ab­deckt und uns sein brei­tes fo­to­gra­fi­sches Spek­trum nä­her­bringt. Es ist eine pu­bli­zis­ti­sche Hom­mage der Ga­le­ris­tin und ih­rer Ga­le­rie Bild­hal­le an den Künstler.

An der Pho­to Münsin­gen hat René Groeb­li 2015 die be­rüh­ren­de Se­rie «Das Auge der Lie­be» und im Jahr 2017 die Aus­stel­lung «Nu­des» ge­zeigt. Der gros­se Schwei­zer Fo­to­graf, mit in­ter­na­tio­na­len Aus­zeich­nun­gen und Aus­stel­lun­gen ist auch mit 92 Jah­ren noch ak­tiv.

Zur vir­tu­el­len Aus­stel­lung der Bild­hal­le…

Bild: ©René Groeb­li, Be­ryl Chen, Dance with ci­ga­ret­te, No. 281, Lon­don, 1953, Cour­te­sy of Bild­hal­le